Project A.W.A.R.E.-BREVETKARTE

Aquatic World Awareness, Responsibility and Education (A.W.A.R.E.) ist Teil des PADI-Engagements zugunsten der Unterwasserwelt. Mit dem Erwerb einer Project AWARE Karte verfügst Du nicht nur über ein attraktives, wasserfestes Brevet, sondern Du unterstützt zusätzlich diese neu gegründete PADI A.W.A.R.E. Stifung, die Projekte zur Erhaltung der Unterwasserwelt fördert. Die neue Project A.W.A.R.E.-Karte kostet Dich nur Fr. 15.– und fliesst zu 100% an die PADI Project A.W.A.R.E. Stiftung.

Überall sieht und hört man vom Project A.W.A.R.E., was dieses Project jedoch genau macht, ist vielen nicht ganz klar. Die gemeinnützige Stiftung wurde 1995 von der PADI Europe AG gegründet. Der Stiftungsname Project A.W.A.R.E. ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Begriffe Aquatic World Awareness, Responsibility and Education und verkörpert das Leitbild der Non Profit-Organisation.

Auch SCUBA VIVA organisiert regelmässig Umweltkationen im Rahmen von Project Aware:

Als ein Non Profit – Unternehmen erwirtschaftet die Stiftung Project A.W.A.R.E. keine Gewinne. Ihre Einnahmen erzielt sie aus dem Verkauf von A.W.A.R.E. – Produkten sowie Spenden. Die Stiftung garantiert, dass der daraus entstehende Reinerlös vollumfänglich in ihre Aktivitäten zurückfliesst. Eine sehr schlanke Administration trägt zusätzlich dazu bei, alle finanziellen Leistungen auf das Erreichen der Stiftungsziele lenken zu können.

Wie die Abkürzung im Grunde schon erklärt, haben wir es uns bei Project A.W.A.R.E. als Ziel gesetzt, die Unterwasserwelt zu schützen und zu erhalten, Verantwortung zu übernehmen für das fragile Ökosystem und die Menschheit auszubilden, sich entsprechend zu verhalten.

Im Zentrum von Project A.W.A.R.E. stehen folgende Tätigkeiten: Planung, Organisation und Durchführung von umweltrelevanten Aktionen und Projekten, Erstellen und Publikation von Richtlinien fürs Tauchen nach umweltbewussten und ökologischen Gesichtspunkten, Bemühen um Interventionen auf politischer Ebene, Internationale Medienarbeit, Vergabe von Stipendien für Studienprojekte.

Die Aktionen von Project A.W.A.R.E. zielen ausserdem daraufhin, das Image des Tauchens zu verändern und den Taucher als verantwortungsvollen, umweltbewussten und naturverbundenen Individualisten zu betrachten. Wie erwähnt, spielt für die Stiftung Project A.W.A.R.E. die umweltbezogene Ausbildung eine gewichtige Rolle. Das PADI Ausbildungssystem bietet Interessierten verschiedene Spezialkurse an (siehe unser Kursprogramm).

Diverse verschiedene Projekte wurden bis jetzt schon sehr erfolgreich umgesetzt: „Protect The Sharks“, „Seaturtle Bali“ „Reef Balls“, „Bojenprojekte“. Genauere Angaben zu den vergangenen und bevorstehenden Projekten findest Du unter www.padi.com

Der Stiftung ist es gelungen, Reiseveranstalter und eine Fluglinie für ihre Arbeit zu gewinnen. Jährlich fahren Millionen von Menschen fort, um ihre Ferien am Meer, einem See oder Fluss zu verbringen. Bekanntlich führt der Massentourismus jedoch zu gravierenden Umweltproblemen. Da viele Schäden gerade im Bereich der Unterwasserflora und –fauna aus Unwissenheit entstehen, ist eine umfassende Aufklärung sehr wichtig. Die Project A.W.A.R.E.-Broschüre „Zehn Tipps zum Schutz des Blauen Planeten“ zeigt dabei eindrucksvoll, dass jeder schon mit einfachen Mitteln erhebliche Verbesserungen erzielen kann. Der Schweizer Reiseveranstalter Manta-Reisen und die Fluggesellschaft LTU sorgen dafür, dass dieser Prospekt unter ihren Kunden verteilt wird.

Project A.W.A.R.E. geht uns alle an. Hilf mit, Lösungen zu finden!

Die Aktion „Protect The Sharks“, ist die größte und bisher erfolgreichste Kampagne überhaupt. Das Ziel ist, das Image der Haie als Menschenfresser abzubauen und die Bedeutung dieser Tiere im Ökosystem Ozeane zu vermitteln. Dank der Unterstützung unserer Mitglieder in ganz Europa, werden viele hunderttausend Taucher auf die Haie sensibilisiert. Diese Kampagne ist mittlerweile ein weltweites Projekt.

Auch die Bemühungen auf politischer Ebene seitens der Stiftung waren erfolgreich. 1998 erliess die Maledivische Regierung ein generelles Haifangverbot in 7 Atollen. Ein nächster Schritt ist auf den Malediven das Verständnis und die Aufmerksamkeit für den Hai weiter zu fördern. Dadurch gewinnt der Hai an Wert für die Malediver und – was Wert hat, wird bekanntlich geschützt.

Seit 2001 macht die Stiftung durch die Aktion „Seaturtle Bali“ auf das Schicksal der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten auf Bali aufmerksam. Obwohl diese im Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens weltweit unter Schutz gestellt sind, werden die hochentwickelten und seit über 200 Millionen Jahren existierenden Lebewesen wegen des großen Handelswertes immer noch gejagt und getötet. Zur Zeit scheint sich aber das Blatt zu Gunsten dieser Tiere zu wenden. Neben Razzien wurden bereits einige Fangboote durch die balinesische Regierung konfisziert und zwei führende Personen der „Schildkrötenmafia“ zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Am wichtigsten ist jedoch, dass derzeit keine Schildkröten mehr in den Schlachthäusern grausam verenden müssen.

Künstliche Riffen eignen sich sehr gut, um neuen Lebensraum zu schaffen. Die sogenannten „Reef Balls“, eine Art durchlöcherter Beton-Iglus, welche auf dem Meeres- oder Seegrund abgesetzt werden, sind innerhalb kurzer Zeit mit Lebewesen aller Art bevölkert. Im Jahr 2000 konnte im Zürichsee als Pilotprojekt der Stiftung das erst künstliche Riff versenkt werden. Darauf folgten bereits 2001 sieben weitere Projekte, u.a. an der Ostsee, und für 2002 stehen zahlreiche Projekte in verschiedenen Mittelmeergegenden an.

Ein weiteres Anliegen von Project A.W.A.R.E. ist es, zu verhindern, dass in den Tauchgebieten geankert wird. Da dies für Riffe und Korallen eine tödliche Gefahr darstellt, sollte es unbedingt vermieden werden. Die Stiftung fördert deswegen Bojenprojekte, die das Ankern überflüssig machen und die Unterwasserwelt erhalten.

Kurse-ProjectAware